Das moderne Dubai Teil 1 – Anreise, Tipps, Hotel und Roof-Top-Bar

Mein Hausberg im Taunus, der Feldberg, ist rund 880 Meter hoch und ihn sieht man schon von weitem, wenn man sich Frankfurt nähert. Mit 828 Metern fast genauso hoch ist auch das derzeit (noch) höchste Gebäude der Welt, das Burj Khalifa. Und egal wo man sich in Dubai aufhält, man muss sich nicht sehr weit bewegen, um die wie eine Nadel gen Himmel ragende Silhouette dieses kombinierten Wohn-Büro-Towers sehen zu können. Dafür ist es aber fast unmöglich ihn aus der Nähe auf ein Foto zu bekommen! In Teil 1 meines Berichts dreht sich alles um wichtige Tipps, unser Lieblingshotel und eine geniale Roof-Top-Bar.

Unser Dubai-Besuch fand Anfang/Mitte Oktober statt, eine angenehme Reisezeit, da die Temperaturen im Bereich zwischen 25 und 30 Grad pendeln, während das Thermometer im Sommer häufig Temperaturen jenseits der 40-Grad-Schwelle anzeigt. Wir haben uns für eine knapp dreitägige Stadtbesichtigung und keinen Strandurlaub entschieden, da die Strände zwar nett aussehen, aber irgendwie auch langweiliger und vor allem „künstlicher“ sind als viele in Europa. Unsere Emirates-Maschine von Frankfurt nach Dubai benötigte 6:15 Stunden für die 4.840 Flugkilometer.

Kleine Bitte zum Thema Nachhaltigkeit: Ich würde mich freuen, wenn Ihr für Eure Flüge auch über den Anbieter Atmosfair eine CO2-Kompensation zahlt.

Tipp: Am besten gleich am Flughafen einige Dirham eintauschen – uns haben 100 €, also 400 Dirham für den Aufenthalt ausgereicht. In Dubai angekommen ist die Orientierung recht einfach.

Die kurz hinter dem Flughafen beginnende Sheik Zayed Road ist mit 52 Kilometern Länge und bis zu acht Fahrstreifen die Hauptverkehrsader Dubais, die die moderne mit der alten Welt des Emirats verbindet und parallel zur Küste verläuft. Wer wie ich zuletzt vor 20 Jahren in Dubai gewesen ist, wird sich erstaunt die Augen reiben. Denn trotz der zwischenzeitlichen Finanzkrise, die das Wachstumstempo des Emirats eine Zeit lang gebremst hat, wächst die mit mehr als 2,6 Millionen größte Metropole der Vereinigten Arabischen Emirate dynamisch weiter – und dies vor allem nach oben.

Blick aus der Badewanne auf den Burj Khalifa

Räumlich nach oben sollte man sich auch orientieren, wenn man eine geeignete Unterkunft in Dubai sucht. Unsere Wahl fiel entsprechend auf das Nassima Royal Hotel (Adresse: Plot 49 – Sheikh Zayed Rd). Und hier beim Buchen gleich mitbestellen: möglichst weit oben und mit Blick in Richtung Innenstadt/ Burj Khalifa. Wir hatten ein Eckzimmer, wo wir aus der Badewanne (siehe Bild) durch die komplett verglaste Außenwand einen genialen Blick auf die Skyline hatten. Außerdem hat das Hotel einen Außenpool im 7. Stock mit Blick auf das alte Dubai. Gute Lage zu fairen Preisen.

Nachdem wir relativ spät angekommen waren, wollten wir schnell noch etwas Essen gehen und einen Trink nehmen. Wen die Temperaturen Ende Oktober mit für Dubai vergleichsweise angenehmen abendlichen 28 Grad nicht abschrecken, macht sich am besten zu Fuß (was ansonsten in Dubai wegen der Hitze und des Verkehrs weniger ratsam ist) auf den Weg zur Level 43 Sky Lounge. Diese befindet sich auf dem Dach des Four Points Hotels – rund 10 Minuten auf der Sheikh Zayed Road in Richtung Innenstadt. Auf dem Weg dorthin kann man ein wenig den Straßenflair Dubais mitbekommen. Maseratis, Lamborghinis, Ferraris und der eine oder andere Rolls Royce stehen hier am Straßenrand, obwohl diese Gegend Dubais nicht einmal zu den luxuriösesten gehört.

Wie in einem Science Fiction-Film

In der Level 43 Sky Lounge kommt man sich ein wenig vor wie Harrison Ford in Blade Runner oder in einem Star-Wars-Film, wenn man abends vom 43 Stock auf die Skyline Dubais blickt. Das hat was, die Drinks sind gut – hier gibt es sogar Alkohol – die Preise okay. Wer vorhat, so wie ich mit seinem 18jährigen Sohn dorthin zu gehen, den muss ich leider enttäuschen. Eintritt ist erst ab 21 Jahren! Mit etwas Betteln durften wir immerhin ein paar Fotos schießen. Auch hier gibt es übrigens einen kleinen, aber wegen der Location durchaus reizvollen Außenpool mit sagenhaftem Ausblick.

Essen mussten wir also woanders und haben entsprechend einen Einheimischen Emirati im Aufzug gefragt. So freundlich und hilfsbereit wie er waren übrigens fast alle, mit denen wir vor Ort Kontakt hatten. Um einen guten Eindruck von ortsüblichen Gerichten und dem besonderen kulinarischen Flair Dubais zu bekommen, sollten wir auf der gegenüberliegenden Straßenseite ins „Zaroob“ (Jumeirah Towers, Sheikh Zayed Rd) gehen. Klassisch arabische, libanesische Küche , sehr lecker, fast nur einheimische Gäste und faire Preise.

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