Alpenüberquerung von Tegernsee nach Sterzing (vom 22.-29.6.2019)

Dieser Bericht wird die Etappen nicht ausführlich und im einzelnen beschreiben, sondern versucht eher Eindrücke von der Schön- und Ergebenheit der Alpenwelt zu vermitteln. Daher gibt es hier auch nur eine Kurzbeschreibung. Einen guten Tourenüberblick dagegen findet man in dem Büchlein Tegernsee – Sterzing: über die Alpen in 8 Etappen

Die Tour und insbesondere die Unterkünfte wurden über die Agentur Feuer und Eis Touristik GmbH gebucht. Es sollte eine individuelle Tour werden, bestehend aus einer Gruppe von vier Personen, ohne Gepäcktransfer und ohne Führung. Mit einer Gesamtlaufstrecke von etwas mehr als 100 KM veranschlagt man 8 Tage bis man sein Ziel in Südtirol – Sterzing- erreicht. Die unliebsamen Passagen durch uninteressante Talböden und Agglomerationen, werden bzw. müssen sogar per Bahn oder Bus bewältigt werden. So läuft man eigentlich nur den schönen Teil der Strecke und hat genügend Zeit sich mit der atemberaubenden Alpen-Landschaft und den darin lebenden Menschen zu beschäftigen. Genächtigt wurde in 3 – 4 Sternen Hotels / Gashöfen meistens mit angeschlossenen Restaurants.

Packliste für die Alpenüberquerung von Tegernsee nach Sterzing

Das Rucksack-Gewicht beschränkte sich auf ca. 6-7 Kilo, T-Shirts, Socken und Unterwäsche wurden Abends gewaschen und über Nacht zum Trocknen rausgehängt.

2 Paar Unterhosen,
2 Paar Merino Wandersocken,
2 Paar Merino Wander T-Sirts,
1 Merino Langarm Shirt,
2 Paar leicht und kurze Salewa Wanderhosen,
1 Lange Wanderhose,
1 Outdoor-Regenschirm
1 Ultraleicht Windbreaker,
1 Ultraleicht Handtuch,
Flip-Flops,,
Waschbeutel,
Schlafanzug,
Powerbank,
USB Kabel und Ladegerät,
iPhone 6,
E-Book,

Etappenplan Alpenüberquerung von Tegernsee nach Sterzing

Quelle: Feuer und Eis
GPX Route

Gmund – Tegernsee (Bad Wiessee)

Der Erste Tag war eher ein lockeres wandern um den Tegernsee herum nach Bad Wiessee, konnte man sozusagen als „Einlaufen“ bezeichnen. Diese Etappe gehört eigentlich nicht wirklich zur Alpenüberquerung dazu. Alternativ kann man auch mit einem Boot übersetzten, oder mit dem Auto direkt nach Bad Wiessee zur Unterkunft fahren. In Tegernsee auf jeden Fall einen Stopp im Seehaus Tegernsee einlegen, direkt am Wasser gelegen mit leckeren Speisen und natürlich Tegernseer Helles. Wir sind sie gelaufen und hatten schöne Aus- und Einblicke, ca. 19 KM lang.

Wildbad Kreuth – Achenkirch

Diese Etappe zur Blaubergalm ist eigentlich die anstrengendste. Man muss von Wildbad Kreuth erst einmal einen ziemlich steilen Anstieg bewältigen um auf die „Betriebshöhe“ zu kommen, ca. 800 HM am Vormittag lassen den Pulsschlag relativ schnell in die Höhe schießen. Der hervorragende Kaiserschmarn auf der Blaubergalm belohnt dafür die Strapazen des Aufstiegs. Übernachtet wurde in Achenkrich im Hotel Beretta, mit einem super tollen italienischen Restaurant, was man von außen her gar nicht so richtig vermutete.

Achenkirch – Maurach

Eine traumhafte Etappe, bei bestem Sonnenschein lag vor uns. Ein Bilderbuchweg entlang am Achensee, den Gaisamlsteig, hinuter zur besagten Gaisalm, dann weiter nach Pertisau. Bei gutem Wetter lohnt sich auf jeden Fall ein Stopp im Strandbad Pertisau, direkt am Weg. Hier gibt es eine tolle Badestelle (Eintritt frei) und eine nette Strandbar mit gekühlten Getränken ;-).

Maurach – Hochfügen

Am Vormittag bleibt einem eine längere Busfahrt leider nicht erspart, es ging hinunter ins Inntal und dann weiter nach Fügen, hier besteigt man dann die Spieljochbahn um hinauf auf das gleichnamige Spieljoch zu gelangen. Jetzt endlich kommt das „Alpen-Überquerer-Feeling“ auf, Hochgebirge so Weit das Auge reicht. Wunderschöne Ausblicke und tolle Wege. Endstation war das Berghotel in Hochfügen. Ein kühler Sommerabend endete auf der Terrasse mit wärmenden Decken in ca. 1500 m über NN.

Hochfügen – Mayrhofen

Am nächsten Tag gings weiter hinauf in Richtung Rastkogelhütte, einer Alpenvereinshütte auf knapp 2124 m, inmitten der Tuxer Voralpen. Die insgesamt 900 HM sind gut über den Tag verteilt, so daß man seinen Blutdruck und Plus gut unter Kontrolle hat. Nach kurzer Rast, dann weiter zur Jausenstation Melchboden, bei der der Wandertag dann endete und man dort mit dem öffentlichen Bus wieder hinab ins Tal nach Mayerhofen fuhr

Mayerhofen – St. Jakob (Südtirol)

Dieser Abschnitt war für uns der schönste Teil der Tour. Auch mussten wir wieder eine Strecke mit dem Bus fahren um zu dem Schlegeis Stausee zu gelangen, wo die Etappe dann letztlich wieder begann. Dann am See entlang, mit seiner imposanten Staumauer, weiter am Zamser Bach dem Pfitscherjoch Trail folgend, immer in Richtung Südtirol hinauf zum Pfitscherjoch. Die Gesteine der Berge bestehen hier überwiegend aus Gneis, ein metamorphes Gesteine mit Paralleltextur, ähnlich wie Granit, was der Landschaft ein spezielles Bild verschafft. Angekommen im Pfitscherjoch-Haus ( Rifugio Passo di Vizze), merkt und schmeckt man sofort die Südtiroler Küche. Nach einer hausgemachten Minestrone folgte dann ein (gefühlter) unendlicher langer Abstieg, über traumhafte Almenwiesen hinab nach St. Jakob. Übernachtet haben wir im Hotel Hofer – hier unbedingt die selbst gemachten Schlutzkrapfen probieren.

St. Jakob – Sterzing

Am letzten Tag hieß es nur noch hinunter, durch Pfitsch-Tal nach Sterzing. Auch eine reizvolle und abwechslungsreiche Etappe, durch Dörfer, Wälder und an Bächen entlang. Viele unserer Mitwanderer nahmen den Bus und kamen somit leider nicht in den Genuss von diesem doch interessanten Abschnitt. Der Tag und unsere Alpenüberquerung endete nun im Hotel Rosskopf. Sollte man hier einmal übernachten – es lohnt sich nicht woanders Essen zugehen! Die Küche ist ausgezeichnet.

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