4 Tage Rund-Wanderung im Montafon – Österreich

Diesmal sollte es wieder eine spannende und abwechslungsreiche Wanderung mit 3 Übernachtungen werden. Die Auswahl fiel auf die Montafoner Bergwelt (Österreich). Das Montafon ist ein 39 Kilometer langes Tal in Vorarlberg, das von der Bielerhöhe bis Bludenz reicht und von der Ill durchflossen wird. Das Tal wird im Norden von der Verwallgruppe und im Süden vom Rätikon und der Silvretta begrenzt. Die höchste Erhebung in der Umgebung ist der 3312 m hohe Piz Buin in der Silvrettagruppe (Wikipedia).

Tag 1

Tag 1: A Partenen – B Neue Heilbronner Hütte

Am ersten Tag starteten wir in Partenen an der Seilbahnstation der Tafamuntbahn die uns in nur 10 Minuten zur Mittelstation brachte und uns einen zähen und langwierigen Aufstieg ersparte. Nach einer kurzen Stärkung begannen wir dann am Nachmittag unsere 1. Etappe in Richtung Neue Heilbronner Hütte, wo wir uns im Vorfeld bereits eingebucht hatten.

Entlang auf dem Wormser Höhenweg läuft man bequem, mit schönen Aussichtpunkten, wie zum Beispiel dem Wiegensee, in ca. 2,5 Std. bis zur Verbellaalpe. Eine kleine Berghütte, die im September noch offen hatte und bei der man auch ein kleines „Zwischen-Bierchen“ bekam.

Von der Verbellaalpe bis zur Neue Heilbronner Hütte sind es nur ca. 1 Std Fußmarsch, die aber beständig bergauf gehen und die Höhenmeter auf der GPS Uhr aufsummieren lassen. Mit verschwitzen Rücken, ordentlichem Geschnaufe und letztendlich ca. 600 Hm, erreichten wir dann unser Etappenziel und waren froh hier noch ein leckeres Abendessen zu bekommen, inklusive eines „Gedenkbiers“ an unseren daheim gebliebenen vierten Mann.

Tag 2

Tag 2: Neue Heilbronner Hütte – Bielerhöhe (Quelle: outdooractive.com)

Der zweite Tag begann nach einem kräftigen Frühstück, wohlwissend das uns ein anstrengender Tag mit ca. 1100 Hm bevorstand. Im Morgennebel verließen wir die Neue Heilbronner Hütte und liefen bequem bis zum Hochwasserspeicher Klops. Ab dort ging es über schmale und steile Pfade über das Zeinisjoch bis zum Vallülasee. Nach einer kurzen Rast und besorgt über ein aufziehendes Gewitter, begann der wohl schwierigste Teil der Wanderung, der Aufstieg zur Kleinen Vallüla (2506 m), über Schutt und grobes Blockwerk hinauf in die Scharte. Ein schweißtreibender und zäher Aufstieg, der mit einem gigantischen Blick über die Dreitausender der Silvretta Gruppe belohnt wurde.

Von hier begann endlich der Abstieg zum Silvretta-Stausee (Biehlerhöhe), bis zum Berggasthof Biz Buin, in dem wir 2 DZ reserviert hatten. Erholung unserer müden Gelenke brachte uns der Besuch des fantastischen Wellnessbereich des Hotels.

Tag 3

Tag 3: Biehlerhöhe – Wiesbadener Hütte – Medlener Haus (Quelle: outdooractive.com)

Heute sollte es ein entspannterer Tag werden mit Ziel zur Wiesbadener Hütte und wieder zurück, um den See herum zum Madelener Haus (Übernachtung). Mit 450 Hm ist der Aufstieg über einen Forstweg recht angenehm, der ständig Blick auf die Reste der Piz Buin Gletscher umso imposanter. Angekommen auf der Wiesbadener Hütte, hat man eine sagenhafte Aussicht auf das Quellgebiet der Ill in der Silvrettagruppe.

Es liegt am Fuße von Dreiländerspitze (3197 m), Piz Buin(3312 m) und dem Silvrettahorn (3244 m) im Ochsental auf einer Höhe von ungefähr 2240 m ü.  (Wikipedia). Es lohnt sich auf jeden Fall von hier aus einen kleinen Ausflug bis zum Gletschertor zu unternehmen, welches man in ca. 30 min Fussweg über ein Geröllfeld erreicht. Man steht auf einmal vor einem Tor aus Eis, dessen Abfluss mit Getöse das Tal hinunter donnert.

Übernachtet wurde anschließend auf dem Madlenerhaus, etwas unterhalb der Bielerhöhe und auch nur ca. 1 Km vom Gasthof Biz Puin entfernt. Das Madlenerhaus erfreut sich einer fast 140-jährigen alpinen Geschichte, in dem auch schon Ernest Hemingway im Winter 1925/26 genächtigt hatte.

Tag 4

Am letzten Tag hieß es nach dem Frühstück nur noch 1000 Hm abwärts zurück nach Partenen. Nach einer Gehzeit von ca. 4 Std., steil bergab, erreichten wir dann am Mittag wieder unseren Ausgangsort.

Zusammengefasst, eine wirklich tolle aber auch anspruchsvolle Wanderung in einem Hochalpinen Gebiet mit fanatischen Ausblicken und der Möglichkeit einmal vor einem Gletschertor zu stehen. Die Übernachtungsstätten waren toll gewählt und können bedenkenlos empfohlen werden.

Impressionen

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