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Tag 2 – Villa do Conde – Esposende – 24 KM

So weit die Füße trugen!

Heute waren es geschmeidige 24 km zu meinem Ziel. Leicht humpelnd, aber guter Dinge, ging es weiter an der Küste entlang.
Morgendlicher, sonnenverdeckender Küstennebel ließ nur erahnen wie tobend und brausend sich die Atlantikbrandung am Strand vollendete. 

Nur Portugiesische Senioren wissen am besten wie man so einen Tag verbringen sollte, bei Kartenspiel und Kaffe im Strandpavillon. Eine einzigartige Stimmung.

Tag 3 – Esposende – Viano do Castello – 25 KM

Nach einem irrtümlichen Umweg, entlang eines nicht existierenden, aber eingezeichneten Weges entlang der Küste, ging es dann weiter auf dem offiziellen Weg durch das Hinterland, vorbei an romantischen Flussläufen, mitten durch altertümlicher Bauerndörfer und hinein in geheimnisvolle Eukalyptuswälder.

Angekommen in Viano do Castello, an der Mündung des Lima-Flusses, und nach Bezug meines Quartieres, gab es erstmal fangfrischen Fisch als Belohnung für die Entbehrungen des Tages.

Tag 4 – Viano do Castello – Caminha – 25 KM

Endlich Caminha erreicht! Heute war der Weg unendlich und wollte nicht aufhören, Schmerzen in allen Gliedmaßen waren allgegenwärtig, Blasen an den Füssen ständige und stille Begleiter.

Wie sagte noch Hippokrate „Gehen ist des Menschen beste Medizin“ – na ja!

Am Abend jedoch wieder verhalf bester galizischer Wein und traumhaft zubereitete Meeresfrüchte ein wenig Linderung.

Tag 5 – Caminha – Mougas 25 KM

Heute ging es mit dem Boot über den Grenzfluss Rio Mino nach Spanien bzw. nach Galizien.

Da meine Mitpilger und ich das Fährboot in den frühen Morgenstunden verpassten, machten wir Bekanntschaft mit einem ansässigen Fischer, der uns für einen kleinen Obolus mit seinem Boot auf die Spanische Seite brachte.

Nun ging es wieder weiter in Richtung Norden um nach 25 KM Küstenweg in der kleinen Ortschaft Mougas und in der mit Abstand beste Herberge mit Meerblick (fulminanter Sonnenuntergang), anzukommen.

Tag 6 – Mougas – Ramallossa – 16 KM

Nach einem relativ kurzen 16 KM Marsch war das heutige Ziel das Städtchen San Pedro da Ramallosa, mit der wunderschönen romanische Brücke über den Río Miñor.

Hier bezog ich das etwas abseits der Hauptstraße und inmitten eines wunderschönen gelegenen Parks ein Einzelzimmer im Kloster El Pazo Pias aus dem 17. Jahrhundert und genoss mit meinen wieder getroffenen  Mitpilgern einen entspannten Abend im Klostergarten.

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