Aufstieg zur Zugspitze über das Reintal – ein Abenteuer in zwei Tagen vom 19. – 22.06.2025
Der Wecker klingelte gnadenlos früh, doch die Vorfreude auf unseren Aufstieg zur Zugspitze ließ uns sofort wach werden. Noch vor Sonnenaufgang fuhren wir von unserer Unterkunft, dem Gasthof Alter Wirt in Farchant, los und stellten das Auto am Parkplatz in Grainau ab. Von dort brachte uns ein vorab reserviertes Taxi zum Eingang der Partnachklamm – dem offiziellen Start unserer jährlichen Wanderung 2025.
Durch die Partnachklamm ins Reintal
Vom Klamm-Eingang ging es zunächst gemütlich entlang der Partnach. Das Rauschen des Wassers, die frische Morgenluft und die ersten Sonnenstrahlen machten den Einstieg perfekt. Unser zweites Frühstück nahmen wir auf der Partnachalm mit selbstgebackenen Kuchen ein – ein idealer Ort, um Kraft zu tanken und den Rucksack noch einmal zurechtzurücken.
Weiter führte uns der Weg tief ins Reintal hinein. Die Bilderbuch-Landschaft wurde weiter, die Berge höher, und am späten Nachmittag erreichten wir schließlich die Reintalangerhütte. Eine Besonderheit: Die Hütte ist komplett vegan – und das Essen überraschend vielseitig und richtig lecker, selbst für eingefleischte Fleischfans unter uns.

Der steile Weg zur Knorrhütte
Nach einer kurzen Pause ging es weiter. Der Anstieg zur Knorrhütte hatte es in sich: steil, lang und kräftezehrend. Als wir am Abend endlich ankamen, waren wir entsprechend erschöpft. Wichtig zu wissen: die Hütte ist extrem beliebt und sollte unbedingt sehr früh – idealerweise bereits im Dezember des Vorjahres – reserviert werden, sonst stehen die Chancen auf einen Schlafplatz sehr schlecht. Das Einchecken in das Mehrbettzimmer war… sagen wir mal: ein Erlebnis. Viel Durcheinander, wenig Platz, nur eine Dusche mit Duschmarke – und jede Menge Wanderer, die alle das gleiche Ziel hatten.
Das Abendessen war einfach, aber ausreichend. Ein paar Bier später fielen wir früh ins Bett. Um 6 Uhr morgens waren die ersten schon wieder auf den Beinen und machten sich auf in Richtung Gipfel.
Über das Zugspitzblatt – und die Entscheidung
Nach dem Frühstück starteten auch wir. Der Weg zum Zugspitzblatt war anspruchsvoll: Schotterfelder, Schneereste und steile Passagen forderten uns ordentlich heraus. Am Zugspitzblatt angekommen, entschieden sich drei von uns, die Tour hier zu beenden und mit der Gondel zur Zugspitze hochzufahren.
Einer aus unserer Gruppe wollte es jedoch wissen und setzte den Aufstieg fort – über den Schotterfecher und einen kurzen, aber intensiven Klettersteig zum Zugspitzplateau. Ein echter Kraftakt, der sich am Ende aber lohnte.
Gipfelglück und ein Sprung ins kalte Wasser
Oben auf dem Plateau trafen wir uns wieder. Ein kleines Vesper, ein wohlverdientes Bier und der Blick über die Alpen – ein Moment, der sich einprägt.

Mit der Gondel ging es anschließend hinunter zum Eibsee, wo ein Sprung ins erfrischende Wasser bei der Hitze der perfekte Abschluss war. Zurück nach Grainau brachte uns schließlich die Zahnradbahn.
Fazit:
Der Aufstieg über das Reintal ist lang, fordernd und unglaublich abwechslungsreich. Besonders der Abschnitt hinauf zur Knorrhütte hat es in sich: über 16 Kilometer Strecke und rund acht Stunden Gehzeit, die ordentlich Kondition verlangen. Wer die Zugspitze auf die klassische Art erleben möchte, findet hier eine der schönsten und zugleich eindrucksvollsten Routen überhaupt. Und am Ende bleibt das Gefühl, etwas Großes geschafft zu haben – egal, ob man bis zum Gipfel gelaufen ist oder zwischendurch die Gondel genommen hat.










