Kanada‑Feeling im Saarland: Auftakt zur Dollberg‑Etappe

Am Samstag, den 28. Februar 2026, starteten wir vollem Elan unsere nächste Etappe der 16‑Summit‑Tour quer durch Deutschland. Das Ziel war klar: zwei Gipfel, zwei Bundesländer – und ein Wochenende voller Natur und Entschleunigung. Unsere Reise führte uns nach Neuhütten im Saarland, dem Ausgangspunkt unseres Rundtrips und der Suche nach dem Dollberg. Von Neuhütten aus führte unser Weg zunächst entlang des Nonnweiler Talsperre. Das ruhige, spiegelnde Wasser war der perfekte Einstieg in den Tag. Der Uferweg bot eine entspannte, leichtgängige Passage – ein idealer Warm‑up‑Trail mit ein bisschen Kanada-Feeling. Ein kleiner Zwischenstopp im Bistro des Nationalpark-Tor-Keltenpark, mit ein paar Bierchen und Kuchen war dringend nötig um den bevorstehenden Aufstieg gut überstehen zu können.

Dollbergschleife & der schwer zu findende höchste Gipfel des Saarlands

Weiter ging es auf die Dollbergschleife, ein Pfad, der uns tiefer in die Wälder führte. Der Dollberg selbst – mit 695 m der höchste Berg des Saarlandes – ist allerdings ein kleines Abenteuer für sich: nicht leicht zu finden, versteckt zwischen Waldpfaden und nur zurückhaltend ausgeschildert. Der Gipfel mag nicht spektakulär bebaut sein, aber das Gefühl, die höchste Erhebung des Saarlands zu erreichen, ist jede Suche wert.

Und wieder ein Gipfel

Eines der Highlights des Tages wartete mitten im Wald: der Keltische Ringwall Otzenhausen. Die riesigen Wallanlagen wirken fast unwirklich – als würde man durch eine Zeitkapsel laufen. Zurück in Neuhütten ging es direkt in die urige Köhlerhütte, die wir durch Zufall am Ende einer kleinen Skipiste fanden. Holzofenwärme, Wurstspeisen und ein rustikaler Charme, bildeten den perfekten Abschluss des Tages. Nach einer kurzen Aufwärmpause ging die Fahrt weiter zu unserer Übernachtungsstätte in Allenbach.

Dollbergschleife – Quelle: www.saar-hunsrueck-steig.de

Hunsrück‑Momente zwischen Tradition & trist-schöner Winterlandschaft

Nach einem erlebnisreichen ersten Tag unserer Tour ließen wir den Abend entspannt im Hotel Steuer in Allenbach ausklingen. Dort gab es einen echten Hunsrück‑Klassiker: den Spiessbraten, ein traditionelles Gericht, das – wie wir erfuhren – ursprünglich von brasilianischen Einwanderern in die Region gebracht wurde. Ein rustikales Essen und perfekt zubereitet.

Tag 2 – Aufbruch zum Erbeskopf

Am nächsten Morgen stand die kurze Anfahrt zum Erbeskopf, dem höchsten Berg Rheinland‑Pfalz’, auf dem Plan. Der Gipfel selbst präsentierte sich eher unspektakulär – kein Gipfelkreuz, keine besondere Markierung, nur eine offene Fläche in der Morgensonne.

Wir unternahmen eine kleine Rundwanderung, doch die Stimmung wurde stark von der Umgebung geprägt. Die Landschaft rund um den Erbeskopf besteht aus scheinbar endlosen Wäldern, die den Hunsrück wie ein grünes Meer überziehen. Die Region ist dünn besiedelt, und selbst die kleinen Dörfer wirken, als seien sie eng mit der rauen Waldlandschaft verwoben – schlicht, ruhig und geprägt vom Leben am Rand der Natur.

Gleichzeitig zeigte sich ein bedrückendes Bild: Die Wälder rund um den Erbeskopf sind deutlich von Borkenkäferbefall und Sturmschäden gezeichnet. Kahlgeschlagene Hänge, gebrochene Stämme und weit gelichtete Flächen hinterließen einen Anblick, der gerade im Februar besonders trostlos wirkt. Am Rand der Strecke liegt auch noch eine kleine Skianlage, die heute allerdings eher von vergangenen Zeiten erzählt. Sie wirkt wie ein Relikt aus einer anderen Ära – im Winter vielleicht noch gut besucht, zum Rodeln oder für die ersten Skiversuche, doch insgesamt hat sie etwas Nostalgisches, fast Vergessenes.

Geschaft! 6 von 16 Gipfen!

Fazit

Es geht weiter – die Planung für die nächsten Gipfel läuft bereits, auch wenn noch ein bisschen Feinschliff fehlt. 😉

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